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Mose
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ihren Eseln Futter.
25
Und sie bereiteten das Ge-
schenk zu, bis Joseph am Mit-
tag kam; denn sie hatten ge-
hört, daß sie daselbst essen
sollten.
26
Als Joseph nach Hause
kam, da brachten sie ihm das
Geschenk, das in ihrer Hand
war, ins Haus und beugten sich
vor ihm nieder zur Erde.
27
Und er fragte nach ihrem
Wohlergehen und sprach: Geht
es eurem Vater wohl, dem
Greise, von dem ihr sprachet?
Lebt er noch?
28
Da sprachen sie: Es geht
deinem Knechte, unserem Va-
ter, wohl; er lebt noch. Und sie
verneigten sich und beugten
sich nieder.
29
Und er erhob seine Augen
und sah seinen Bruder Benja-
min, den Sohn seiner Mutter,
und sprach: Ist das euer jüngs-
ter Bruder, von dem ihr zu mir
sprachet? Und er sprach: Gott
sei dir gnädig, mein Sohn!
30
Und Joseph eilte (denn
sein Innerstes wurde erregt
über seinen Bruder) und suchte
einen Ort, um zu weinen, und
er ging in das innere Gemach
und weinte daselbst.
31
Und er wusch sein An-
gesicht und kam heraus und
bezwang sich und sprach: Tra-
get Speise auf!
32
Und man trug für ihn be-
sonders auf und für sie be-
sonders und für die Ägypter,
die mit ihm aßen, besonders;
denn die Ägypter dürfen nicht
mit den Hebräern essen, denn
das ist den Ägyptern ein Greu-
el.
33
Und sie aßen vor ihm, der
Erstgeborene nach seiner Erst-
geburt und der Jüngste nach
seiner Jugend; und die Männer
sahen einander staunend an.
34
Und man trug Ehrengerichte
von ihm zu ihnen; und das Eh-
rengericht Benjamins war fünf-
mal größer als die Ehrengerich-
te von ihnen allen. Und sie
tranken und tranken sich fröh-
lich mit ihm.
44
kapitel
1
Und er gebot dem, der über
sein Haus war, und sprach:
Fülle die Säcke der Männer mit
Speise, so viel sie tragen kön-
nen, und lege das Geld eines