Esra
1082 
unserer bösen Taten und we-
gen unserer großen Schuld
über uns gekommen ist, wie-
wohl du, unser Gott, mehr ge-
schont hast, als unsere Misse-
taten es verdienten, und du
uns Entronnene gegeben hast,
wie diese hier-
14
sollten wir wiederum deine
Gebote brechen und uns mit
diesen Greuelvölkern verschwä-
gern? Wirst du nicht wider uns
erzürnen bis zur Vertilgung,
daß kein Überrest und keine
Entronnenen mehr bleiben?
15
Jehova, Gott Israels, du bist
gerecht; denn wir sind als Ent-
ronnene übriggeblieben, wie es
an diesem Tage ist. Siehe, wir
sind vor dir in unserer Schuld;
denn dieserhalb kann man
nicht vor dir bestehen.
10
kapitel
1
Und als Esra betete, und als
er bekannte, weinend und vor
dem Hause Gottes hingestreckt,
versammelte sich zu ihm aus
Israel eine sehr große Ver-
sammlung von Männern und
Weibern und Kindern; denn das
Volk weinte mit vielem Weinen.
2
Und Schekanja, der Sohn
Jechiels, von den Söhnen
Elams, hob an und sprach zu
Esra: Wir haben treulos gehan-
delt gegen unseren Gott und
haben fremde Weiber aus den
Völkern des Landes heimge-
führt; nun aber ist noch Hoff-
nung für Israel betreffs dieser
Sache.
3
So laßt uns jetzt einen Bund
machen mit unserem Gott, daß
wir alle Weiber und die von ih-
nen geboren sind hinaustun,
nach dem Rate meines Herrn
und derer, die da zittern vor
dem Gebote unseres Gottes;
und es soll nach dem Gesetz
gehandelt werden.
4
Stehe auf, denn dir liegt die
Sache ob; und wir werden mit
dir sein. Sei stark und handle!
5
Da stand Esra auf, und er
ließ die Obersten der Priester,
der Leviten und des ganzen
Israel schwören, nach diesem
Worte zu tun. Und sie schwu-
ren.
6
Und Esra stand auf vor dem
Hause Gottes und ging in die
Zelle Jochanans, des Sohnes
Eljaschibs; und er ging dahin,
er aß kein Brot und trank kein