Hiob
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wohnt werden sollten, die zu
Steinhaufen bestimmt waren:
29
so wird er nicht reich wer-
den, und sein Vermögen wird
keinen Bestand haben; und
nicht neigt sich zur Erde, was
solche besitzen.
30
Er entweicht nicht der Fins-
ternis; seine Schößlinge ver-
sengt die Flamme; und er muß
weichen durch den Hauch sei-
nes Mundes.
31
Er verlasse sich nicht auf
Nichtiges, er wird getäuscht;
denn Nichtiges wird seine Ver-
geltung sein.
32
Noch ist sein Tag nicht da,
so erfüllt es sich; und sein
Palmzweig wird nicht grün.
33
Wie der Weinstock übt er
Unbill an seinen unreifen Bee-
ren, und wie der Olivenbaum
wirft er seine Blüte ab.
34
Denn der Hausstand des
Ruchlosen ist unfruchtbar, und
Feuer frißt die Zelte der Bes-
techung.
35
Sie sind schwanger mit
Mühsal und gebären Unheil,
und ihr Inneres bereitet Trug.
16
kapitel
1
Und Hiob antwortete und
sprach:
2
Ich habe vieles dergleichen
gehört; leidige Tröster seid ihr
alle!
3
Hat es ein Ende mit den
windigen Worten? Oder was
reizt dich, daß du antwortest?
4
Auch ich könnte reden wie
ihr. Wenn eure Seele an der
Stelle meiner Seele wäre, könn-
te ich Worte wider euch zu-
sammenreihen, und mein Haupt
über euch schütteln;
5
ich wollte euch stärken mit
meinem Munde, und das Bei-
leid meiner Lippen würde euch
Linderung bringen.
6
Wenn ich rede, so wird mein
Schmerz nicht gehemmt; und
unterlasse ich es, nicht weicht
er von mir.
7
Ja, bereits hat er mich er-
schöpft; du hast meinen gan-
zen Hausstand verwüstet.
8
Und du hast mich zusam-
menschrumpfen lassen, zum
Zeugen ward es; und meine
Abmagerung tritt wider mich
auf, sie zeugt mir ins An-
gesicht.