Hiob
1163 
3
Setze doch ein, leiste Bürg-
schaft für mich bei dir selbst!
Wer ist es sonst, der in meine
Hand einschlagen wird?
4
Denn ihre Herzen hast du
der Einsicht verschlossen; da-
rum wirst du ihnen nicht die
Oberhand geben.
5
Wenn einer die Freunde zur
Beute ausbietet, so werden die
Augen seiner Kinder ver-
schmachten.
6
Und er hat mich hingestellt
zum Sprichwort der Völker, und
ich bin zum Anspeien ins An-
gesicht.
7
Und mein Auge ist trübe ge-
worden vor Gram, und wie der
Schatten sind alle meine Glie-
der.
8
Die Aufrichtigen werden sich
hierüber entsetzen, und der
Schuldlose wird aufgebracht
werden über den Ruchlosen.
9
Doch der Gerechte wird an
seinem Wege festhalten, und
der an Händen Reine wird an
Stärke zunehmen.
10
Aber ihr alle, kommet nur
wieder heran! Und einen Wei-
sen werde ich nicht unter euch
finden.
11
Meine Tage sind vorüber,
zerrissen sind meine Pläne, das
Eigentum meines Herzens.
12
Die Nacht machen sie zum
Tage, das Licht nahe vor lauter
Finsternis.
13
Wenn ich hoffe, so ist der
Scheol mein Haus, in der Fins-
ternis bette ich mein Lager.
14
Zur Verwesung rufe ich: Du
bist mein Vater! zu dem Ge-
würm: Meine Mutter und meine
Schwester!
15
Wo denn also ist meine
Hoffnung? Ja, meine Hoffnung,
wer wird sie schauen?
16
Sie fährt hinab zu den Rie-
geln des Scheols, wenn wir mi-
teinander im Staube Ruhe ha-
ben.
18
kapitel
1
Und Bildad, der Schuchiter,
antwortete und sprach:
2
Wie lange wollt ihr auf Worte
Jagd machen? Werdet verstän-
dig, und hernach wollen wir
reden!
3
Warum werden wir dem Vieh
gleich geachtet, sind dumm in
euren Augen?
4
Du, der sich selbst zer-
fleischt in seinem Zorn, soll um