Hiob
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ben wir ein Gerücht von ihr
gehört.
23
Gott versteht ihren Weg,
und er kennt ihre Stätte.
24
Denn er schaut bis zu den
Enden der Erde; unter dem
ganzen Himmel sieht er.
25
Als er dem Winde ein Ge-
wicht bestimmte, und die Was-
ser mit dem Maße abwog,
26
als er dem Regen ein Ge-
setz bestimmte und eine Bahn
dem Donnerstrahl:
27
da sah er sie und tat sie
kund, er setzte sie ein und
durchforschte sie auch.
28
Und zu dem Menschen
sprach er: Siehe, die Furcht
des Herrn ist Weisheit, und
vom Bösen weichen ist Vers-
tand.
29
kapitel
1
Und Hiob fuhr fort, seinen
Spruch anzuheben, und sprach:
2
O daß ich wäre wie in den
Monden der Vorzeit, wie in den
Tagen, da Gott mich bewahrte,
3
als seine Leuchte über mei-
nem Haupte schien, und ich
bei seinem Lichte durch die
Finsternis wandelte;
4
wie ich war in den Tagen
meiner Reife, als das Vertrauen
Gottes über meinem Zelte wal-
tete,
5
als der Allmächtige noch mit
mir war, meine Knaben rings
um mich her;
6
als meine Schritte sich in
Milch badeten, und der Fels
neben mir Ölbäche ergoß;
7
als ich durch das Tor in die
Stadt hineinging, meinen Sitz
auf dem Platze aufstellte:
8
Die Jünglinge sahen mich
und verbargen sich, und die
Greise erhoben sich, blieben
stehen;
9
die Fürsten hielten die Worte
zurück und legten die Hand
auf ihren Mund;
10
die Stimme der Vornehmen
verstummte, und ihre Zunge
klebte an ihrem Gaumen.
11
Denn wenn das Ohr von
mir hörte, so pries es mich
glücklich, und wenn das Auge
mich sah, so legte es Zeugnis
von mir ab.
12
Denn ich befreite den Elen-
den, der um Hilfe rief, und die
Waise, die keinen Helfer hatte.
13
Der Segen des Umkom-
menden kam über mich, und