Hiob
1191 
18
Denn der Grimm, möge er
dich ja nicht verlocken zur
Verhöhnung, und die Größe
des Lösegeldes verleite dich
nicht!
19
Soll dich dein Schreien
außer Bedrängnis stellen und
alle Anstrengungen der Kraft?
20
Sehne dich nicht nach der
Nacht, welche Völker plötzlich
hinwegheben wird.
21
Hüte dich, wende dich nicht
zum Frevel, denn das hast du
dem Elend vorgezogen.
22
Siehe, Gott handelt erhaben
in seiner Macht; wer ist ein
Lehrer wie er?
23
Wer hat ihm seinen Weg
vorgeschrieben, und wer dürfte
sagen: Du hast Unrecht getan?
24
Gedenke daran, daß du
sein Tun erhebest, welches
Menschen besingen.
25
Alle Menschen schauen es
an, der Sterbliche erblickt es
aus der Ferne.
26
Siehe, Gott ist zu erhaben
für unsere Erkenntnis; die Zahl
seiner Jahre, sie ist unerforsch-
lich.
27
Denn er zieht Wassertrop-
fen herauf; von dem Dunst,
den er bildet,
28
träufeln sie als Regen, den
die Wolken rieseln und tropfen
lassen auf viele Menschen.
29
Versteht man gar das Aus-
breiten des Gewölks, das
Krachen seines Zeltes?
30
Siehe, er breitet sein Licht
um sich aus, und die Gründe
des Meeres bedeckt er.
31
Denn durch dieses richtet
er Völker, gibt Speise im Über-
fluß.
32
Seine Hände umhüllt er mit
dem Blitz, und er entbietet ihn
gegen denjenigen, den er tref-
fen soll.
33
Sein Rollen kündigt ihn an,
sogar das Vieh sein Heran-
ziehen.
37
kapitel
1
Ja, darüber erzittert mein
Herz und bebt auf von seiner
Stelle.
2
Höret, höret das Getöse sei-
ner Stimme und das Gemurmel,
das aus seinem Munde hervor-
geht!
3
Er sendet es aus unter den
ganzen Himmel, und seinen
Blitz bis zu den Säumen der
Erde.