Hiob
1199 
nicht.
9
Sein Niesen strahlt Licht aus,
und seine Augen sind gleich
den Wimpern der Morgenröte.
10
Aus seinem Rachen gehen
Fackeln, sprühen feurige Fun-
ken hervor.
11
Aus seinen Nüstern fährt
Rauch, wie aus einem sieden-
den Topfe und Kessel.
12
Sein Hauch entzündet Koh-
len, und eine Flamme fährt aus
seinem Rachen.
13
In seinem Halse wohnt
Stärke, und die Angst hüpft vor
ihm her.
14
Die Wampen seines Flei-
sches schließen an, sind ihm
fest angegossen, unbeweglich.
15
Sein Herz ist hart wie Stein,
und hart wie ein unterer Mühl-
stein.
16
Vor seinem Erheben fürch-
ten sich Starke, vor Verzagtheit
geraten sie außer sich.
17
Trifft man ihn mit dem
Schwerte, es hält nicht stand,
noch Speer, noch Wurfspieß,
noch Harpune.
18
Das Eisen achtet er für
Stroh, das Erz für faules Holz.
19
Der Pfeil jagt ihn nicht in
die Flucht, Schleudersteine
verwandeln sich ihm in Stop-
peln.
20
Wie Stoppeln gilt ihm die
Keule, und er verlacht das
Sausen des Wurfspießes.
21
Unter ihm sind scharfe
Scherben; einen Dreschschlitten
breitet er hin auf den
Schlamm.
22
Er macht die Tiefe sieden
wie einen Topf, macht das
Meer wie einen Salbenkessel.
23
Hinter ihm leuchtet der
Pfad, man könnte die Tiefe für
graues Haar halten.
24
Auf Erden ist keiner ihm
gleich, der geschaffen ist ohne
Furcht.
25
Alles Hohe sieht er an; er
ist König über alle wilden Tiere.
42
kapitel
1
Und Hiob antwortete Jehova
und sprach:
2
Ich weiß, daß du alles ver-
magst, und kein Vorhaben dir
verwehrt werden kann.
3
Wer ist es, der den Rat ver-
hüllt ohne Erkenntnis? So habe
ich denn beurteilt, was ich
nicht verstand, Dinge, zu wun-
derbar für mich, die ich nicht