Sprüche
1357 
Zucht mangelt, und in der
Größe seiner Torheit wird er
dahintaumeln.
6
kapitel
1
Mein Sohn, wenn du Bürge
geworden bist für deinen
Nächsten, für einen anderen
deine Hand eingeschlagen hast;
2
bist du verstrickt durch die
Worte deines Mundes, gefan-
gen durch die Worte deines
Mundes:
3
tue denn dieses, mein Sohn,
und reiße dich los, da du in
deines Nächsten Hand gekom-
men bist; geh hin, wirf dich
nieder, und bestürme deinen
Nächsten;
4
gestatte deinen Augen kei-
nen Schlaf, und keinen
Schlummer deinen Wimpern;
5
reiße dich los wie eine Ga-
zelle aus der Hand, und wie
ein Vogel aus der Hand des
Vogelstellers.
6
Geh hin zur Ameise, du Fau-
ler, sieh ihre Wege und werde
weise.
7
Sie, die keinen Richter, Vors-
teher und Gebieter hat,
8
sie bereitet im Sommer ihr
Brot, hat in der Ernte ihre
Nahrung eingesammelt.
9
Bis wann willst du liegen, du
Fauler? Wann willst du von
deinem Schlafe aufstehen?
10
Ein wenig Schlaf, ein wenig
Schlummer, ein wenig Hände-
falten, um auszuruhen:
11
und deine Armut wird
kommen wie ein rüstig Zusch-
reitender, und deine Not wie
ein gewappneter Mann.
12
Ein Belialsmensch, ein heil-
loser Mann ist, wer umhergeht
mit Verkehrtheit des Mundes,
13
mit seinen Augen zwinkt,
mit seinen Füßen scharrt, mit
seinen Fingern deutet.
14
Verkehrtheiten sind in sei-
nem Herzen; er schmiedet Bö-
ses zu aller Zeit, streut Zwiet-
racht aus.
15
Darum wird plötzlich sein
Verderben kommen; im Augen-
blick wird er zerschmettert
werden ohne Heilung.
16
Sechs sind es, die Jehova
haßt, und sieben sind seiner
Seele ein Greuel:
17
Hohe Augen, eine Lügen-
zunge, und Hände, die un-
schuldiges Blut vergießen;
18
ein Herz, welches heillose