Sprüche
1387 
Räuber, und sie mehrt die
Treulosen unter den Menschen.
29
Wer hat Ach, wer hat Weh,
wer Zänkereien, wer Klage, wer
Wunden ohne Ursache? Wer
Trübung der Augen?
30
Die spät beim Weine sitzen,
die einkehren, um Mischtrank
zu kosten.
31
Sieh den Wein nicht an,
wenn er sich rot zeigt, wenn er
im Becher blinkt, leicht hinun-
tergleitet.
32
Sein Ende ist, daß er beißt
wie eine Schlange und sticht
wie ein Basilisk.
33
Deine Augen werden Selt-
sames sehen, und dein Herz
wird verkehrte Dinge reden.
34
Und du wirst sein wie einer,
der im Herzen des Meeres
liegt, und wie einer, der da
liegt auf der Spitze eines Mas-
tes.
35 "
Man hat mich geschlagen,
es schmerzte mich nicht; man
hat mich geprügelt, ich fühlte
es nicht. Wann werde ich auf-
wachen? Ich will es wieder tun,
will ihn abermals aufsuchen. "
24
kapitel
1
Beneide nicht böse Men-
schen, und laß dich nicht ge-
lüsten, mit ihnen zu sein;
2
denn ihr Herz sinnt auf Ge-
walttat, und ihre Lippen reden
Mühsal.
3
Durch Weisheit wird ein Haus
gebaut, und durch Verstand
wird es befestigt;
4
und durch Erkenntnis füllen
sich die Kammern mit allerlei
kostbarem und lieblichem Gut.
5
Ein weiser Mann ist stark,
und ein Mann von Erkenntnis
befestigt seine Kraft.
6
Denn mit weiser Überlegung
wirst du glücklich Krieg führen,
und bei der Ratgeber Menge
ist Heil.
7
Weisheit ist dem Narren zu
hoch, im Tore tut er seinen
Mund nicht auf.
8
Wer darauf sinnt, Böses zu
tun, den nennt man einen
Ränkeschmied.
9
Das Vorhaben der Narrheit
ist die Sünde, und der Spötter
ist den Menschen ein Greuel.
10
Zeigst du dich schlaff am
Tage der Drangsal, so ist deine
Kraft gering.