Hohelied
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der Schwemme heraufkommen,
welche allzumal Zwillinge gebä-
ren, und keines unter ihnen ist
unfruchtbar;
7
wie ein Schnittstück einer
Granate ist deine Schläfe hinter
deinem Schleier.
8
Sechzig sind der Königinnen
und achtzig der Kebsweiber,
und Jungfrauen ohne Zahl.
9
Eine ist meine Taube, meine
Vollkommene; sie ist die einzi-
ge ihrer Mutter, sie ist die Au-
serkorene ihrer Gebärerin.
Töchter sahen sie und priesen
sie glücklich, Königinnen und
Kebsweiber, und sie rühmten
sie.
10
Wer ist sie, die da hervor-
glänzt wie die Morgenröte,
schön wie der Mond, rein wie
die Sonne, furchtbar wie
Kriegsscharen?
11
In den Nußgarten ging ich
hinab, um die jungen Triebe
des Tales zu besehen, um zu
sehen, ob der Weinstock aus-
geschlagen wäre, ob die Gra-
naten blühten.
12
Unbewußt setzte mich mei-
ne Seele auf den Prachtwagen
meines willigen Volkes.
13
Kehre um, kehre um, Sula-
mith; kehre um, kehre um, daß
wir dich anschauen! Was mö-
get ihr an der Sulamith schau-
en? Wie den Reigen von
Machanaim.
7
kapitel
1
Wie schön sind deine Tritte
in den Schuhen, Fürstentochter!
Die Biegungen deiner Hüften
sind wie ein Halsgeschmeide,
ein Werk von Künstlerhand.
2
Dein Nabel ist eine runde
Schale, in welcher der Mi-
schwein nicht mangelt; dein
Leib ein Weizenhaufen, umzä-
unt mit Lilien.
3
Deine beiden Brüste sind wie
ein Zwillingspaar junger Gazel-
len.
4
Dein Hals ist wie ein Turm
von Elfenbein; deine Augen wie
die Teiche zu Hesbon am Tore
der volkreichen Stadt; deine
Nase wie der Libanonturm, der
nach Damaskus hinschaut.
5
Dein Haupt auf dir ist wie
der Karmel, und das herabwal-
lende Haar deines Hauptes wie
Purpur: ein König ist gefesselt
durch deine Locken!
6
Wie schön bist du, und wie