Daniel
1828 
deine Wohnung sein, und man
wird dir Kraut zu essen geben
wie den Rindern; und es wer-
den sieben Zeiten über dir ver-
gehen, bis du erkennst, daß
der Höchste über das König-
tum der Menschen herrscht
und es verleiht, wem er will.
33
In demselben Augenblick
wurde das Wort über Nebu-
kadnezar vollzogen; und er
wurde von den Menschen aus-
gestoßen, und er aß Kraut wie
die Rinder, und sein Leib ward
benetzt von dem Tau des
Himmels, bis sein Haar wuchs
gleich Adlerfedern und seine
Nägel gleich Vogelkrallen.
34
Und am Ende der Tage er-
hob ich, Nebukadnezar, meine
Augen zum Himmel, und mein
Verstand kam mir wieder; und
ich pries den Höchsten, und
ich rühmte und verherrlichte
den ewig Lebenden, dessen
Herrschaft eine ewige Herr-
schaft ist, und dessen Reich
von Geschlecht zu Geschlecht
währt.
35
Und alle Bewohner der Er-
de werden wie nichts geachtet,
und nach seinem Willen tut er
mit dem Heere des Himmels
und mit den Bewohnern der
Erde; und da ist niemand, der
seiner Hand wehren und zu
ihm sagen könnte: Was tust
du?
36
Zur selben Zeit kam mir
mein Verstand wieder, und zur
Ehre meines Königtums kamen
meine Herrlichkeit und mein
Glanz mir wieder; und meine
Räte und meine Gewaltigen
suchten mich auf, und ich
wurde wieder in mein Königtum
eingesetzt, und ausnehmende
Größe wurde mir hinzugefügt.
37
Nun rühme ich, Nebukadne-
zar, und erhebe und verherr-
liche den König des Himmels,
dessen Werke allesamt Wahr-
heit und dessen Wege Recht
sind, und der zu erniedrigen
vermag, die in Hoffart wandeln.
5
kapitel
1
Der König Belsazar machte
seinen tausend Gewaltigen ein
großes Mahl, und er trank
Wein vor den Tausend.
2
Belsazar befahl, als der Wein
ihm schmeckte, daß man die
goldenen und die silbernen Ge-
fäße herbeibrächte, welche sein