Jona
1894 
5
Und ich sprach: Verstoßen
bin ich aus deinen Augen;
dennoch werde ich wieder hin-
schauen nach deinem heiligen
Tempel.
6
Die Wasser umfingen mich
bis an die Seele, die Tiefe
umschloß mich, das Meergras
schlang sich um mein Haupt.
7
Ich fuhr hinab zu den Grün-
den der Berge; der Erde Riegel
waren hinter mir auf ewig. Da
führtest du mein Leben aus
der Grube herauf, Jehova, mein
Gott.
8
Als meine Seele in mir ver-
schmachtete, gedachte ich Je-
hovas, und zu dir kam mein
Gebet in deinen heiligen Tem-
pel.
9
Die auf nichtige Götzen ach-
ten, verlassen ihre Gnade.
10
Ich aber werde dir opfern
mit der Stimme des Lobes; was
ich gelobt habe, werde ich be-
zahlen. Bei Jehova ist die Ret-
tung. Und Jehova befahl dem
Fische, und er spie Jona an
das Land aus.
3
kapitel
1
Und das Wort Jehovas ge-
schah zum zweiten Male zu
Jona also:
2
Mache dich auf, geh nach
Ninive, der großen Stadt, und
rufe ihr die Botschaft aus, die
ich dir sagen werde.
3
Da machte sich Jona auf
und ging nach Ninive, nach
dem Worte Jehovas. Ninive war
aber eine außerordentlich
große Stadt von drei Tagerei-
sen.
4
Und Jona begann in die
Stadt hineinzugehen eine Tage-
reise weit, und er rief und
sprach: Noch vierzig Tage, so
ist Ninive umgekehrt!
5
Und die Leute von Ninive
glaubten Gott; und sie riefen
ein Fasten aus und kleideten
sich in Sacktuch, von ihrem
Größten bis zu ihrem Kleinsten.
6
Und das Wort gelangte an
den König von Ninive; und er
stand von seinem Throne auf
und legte seinen Mantel ab,
und hüllte sich in Sacktuch
und setzte sich in die Asche.
7
Und er ließ in Ninive, auf
Befehl des Königs und seiner
Großen, ausrufen und sagen:
Menschen und Vieh, Rinder und
Kleinvieh sollen gar nichts kos-