Jona
1895 
ten, sie sollen nicht weiden
und kein Wasser trinken;
8
und Menschen und Vieh sol-
len mit Sacktuch bedeckt sein
und sollen heftig zu Gott rufen;
und sie sollen umkehren, ein
jeder von seinem bösen Wege
und von dem Unrecht, das in
ihren Händen ist.
9
Wer weiß? Gott möchte sich
wenden und es sich gereuen
lassen, und umkehren von der
Glut seines Zornes, daß wir
nicht umkommen.
10
Und Gott sah ihre Werke,
daß sie von ihrem bösen Wege
umgekehrt waren; und Gott ließ
sich des Übels gereuen, wovon
er geredet hatte, daß er es ih-
nen tun wolle, und tat es nicht.
4
kapitel
1
Und es verdroß Jona sehr,
und er wurde zornig.
2
Und er betete zu Jehova
und sprach: Ach, Jehova! War
das nicht mein Wort, als ich
noch in meinem Lande war?
Darum kam ich zuvor, indem
ich nach Tarsis entfloh; denn
ich wußte, daß du ein gnädiger
und barmherziger Gott bist,
langsam zum Zorn und groß
an Güte, und der sich des
Übels gereuen läßt.
3
Und nun, Jehova, nimm
doch meine Seele von mir;
denn es ist besser, daß ich
sterbe, als daß ich lebe.
4
Und Jehova sprach: Ist es
recht, daß du zürnest?
5
Und Jona ging aus der
Stadt hinaus und setzte sich
gegen Osten der Stadt. Und er
machte sich daselbst eine Hüt-
te; und er saß darunter im
Schatten, bis er sähe, was mit
der Stadt geschehen würde.
6
Und Jehova Gott bestellte
einen Wunderbaum und ließ
ihn über Jona emporwachsen,
damit Schatten über seinem
Haupte wäre, um ihn von sei-
nem Mißmut zu befreien; und
Jona freute sich über den
Wunderbaum mit großer Freu-
de.
7
Aber Gott bestellte einen
Wurm am folgenden Tage,
beim Aufgang der Morgenröte;
und dieser stach den Wunder-
baum, daß er verdorrte.
8
Und es geschah, als die
Sonne aufging, da bestellte
Gott einen schwülen Ostwind;