Habakuk
1912 
sie in sein Garn; darum freut
er sich und jubelt.
16
Darum opfert er seinem
Netze und räuchert seinem
Garne, denn durch sie ist sein
Teil fett und seine Speise feist.
17
Soll er deshalb sein Netz
ausleeren, und beständig da-
rauf ausgehen, Nationen scho-
nungslos hinzumorden?
2
kapitel
1
Auf meine Warte will ich tre-
ten und auf den Turm mich
stellen, und will spähen, um zu
sehen, was er mit mir reden
wird, und was ich erwidern soll
auf meine Klage.
2
Da antwortete mir Jehova
und sprach: Schreibe das Ge-
sicht auf, und grabe es in Ta-
feln ein, damit man es geläufig
lesen könne;
3
denn das Gesicht geht noch
auf die bestimmte Zeit, und es
strebt nach dem Ende hin und
lügt nicht. Wenn es verzieht, so
harre sein; denn kommen wird
es, es wird nicht ausbleiben.
4
Siehe, aufgeblasen, nicht auf-
richtig ist in ihm seine Seele.
Der Gerechte aber wird durch
seinen Glauben leben.
5
Und überdies: Der Wein ist
treulos; der übermütige Mann,
der bleibt nicht, er, der seinen
Schlund weit aufsperrt wie der
Scheol, und er ist wie der Tod
und wird nicht satt; und er
rafft an sich alle Nationen und
sammelt zu sich alle Völker.
6
Werden nicht diese alle über
ihn einen Spruch und eine
Spottrede anheben, Rätsel auf
ihn? Und man wird sagen: We-
he dem, der aufhäuft, was
nicht sein ist! auf wie lange?
Und der Pfandlast auf sich la-
det!
7
Und werden nicht plötzlich
aufstehen, die dich beißen, und
aufwachen, die dich fort-
scheuchen werden? Und du
wirst ihnen zur Beute werden.
8
Denn du, du hast viele Na-
tionen beraubt; und so werden
alle übriggebliebenen Völker
dich berauben wegen des Blu-
tes der Menschen und der Ge-
walttat an Land und Stadt und
an allen ihren Bewohnern.
9
Wehe dem, der bösen Ge-
winn macht für sein Haus, um
sein Nest hoch zu setzen, um
sich zu retten aus der Hand