Markus
2063 
12
kapitel
1
Und er fing an, in Gleichnis-
sen zu ihnen zu reden: Ein
Mensch pflanzte einen Wein-
berg und setzte einen Zaun um
denselben und grub einen Kel-
tertrog und baute einen Turm;
und er verdingte ihn an Wein-
gärtner und reiste außer Lan-
des.
2
Und er sandte zur bestimm-
ten Zeit einen Knecht zu den
Weingärtnern, auf daß er von
den Weingärtnern von der
Frucht des Weinbergs empfinge.
3
Sie aber nahmen ihn, schlu-
gen ihn und sandten ihn leer
fort.
4
Und wiederum sandte er ei-
nen anderen Knecht zu ihnen;
und den verwundeten sie durch
Steinwürfe am Kopf und
sandten ihn entehrt fort.
5
Und wiederum sandte er ei-
nen anderen, und den töteten
sie; und viele andere: die einen
schlugen sie, die anderen töte-
ten sie.
6
Da er nun noch einen ge-
liebten Sohn hatte, sandte er
auch ihn, den letzten, zu ihnen,
indem er sprach: Sie werden
sich vor meinem Sohne scheu-
en.
7
Jene Weingärtner aber
sprachen zueinander: Dieser ist
der Erbe; kommt, laßt uns ihn
töten, und das Erbe wird unser
sein.
8
Und sie nahmen ihn und tö-
teten ihn und warfen ihn zum
Weinberg hinaus.
9
Was wird nun der Herr des
Weinbergs tun? Er wird kom-
men und die Weingärtner umb-
ringen und den Weinberg an-
deren geben.
10
Habt ihr nicht auch diese
Schrift gelesen: ”Der Stein, den
die Bauleute verworfen haben,
dieser ist zum Eckstein gewor-
den;
11
von dem Herrn her ist er
dies geworden, und er ist wun-
derbar in unseren Augen"?
12
Und sie suchten ihn zu
greifen, und sie fürchteten die
Volksmenge; denn sie erkann-
ten, daß er das Gleichnis auf
sie geredet hatte. Und sie
ließen ihn und gingen hinweg.
13
Und sie senden etliche der
Pharisäer und die Herodianer
zu ihm, auf daß sie ihn in der
Rede fingen.