Johannes
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ten, und wer es sei, der ihn
überliefern würde.
65
Und er sprach: Darum habe
ich euch gesagt, daß niemand
zu mir kommen kann, es sei
ihm denn von dem Vater ge-
geben.
66
Von da an gingen viele sei-
ner Jünger zurück und wandel-
ten nicht mehr mit ihm.
67
Da sprach Jesus zu den
Zwölfen: Wollt ihr etwa auch
weggehen?
68
Simon Petrus antwortete
ihm: Herr, zu wem sollen wir
gehen? Du hast Worte ewigen
Lebens;
69
und wir haben geglaubt und
erkannt, daß du der Heilige
Gottes bist.
70
Jesus antwortete ihnen:
Habe ich nicht euch, die Zwöl-
fe, auserwählt? Und von euch
ist einer ein Teufel.
71
Er sprach aber von Judas,
Simons Sohn, dem Iskariot;
denn dieser sollte ihn über-
liefern, er, der einer von den
Zwölfen war.
7
kapitel
1
Und nach diesem wandelte
Jesus in Galiläa; denn er wollte
nicht in Judäa wandeln, weil
die Juden ihn zu töten such-
ten.
2
Es war aber nahe das Fest
der Juden, die Laubhütten.
3
Es sprachen nun seine Brü-
der zu ihm: Ziehe von hinnen
und geh nach Judäa, auf daß
auch deine Jünger deine Werke
sehen, die du tust;
4
denn niemand tut etwas im
Verborgenen und sucht dabei
selbst öffentlich bekannt zu
sein. Wenn du diese Dinge
tust, so zeige dich der Welt;
5
denn auch seine Brüder
glaubten nicht an ihn.
6
Da spricht Jesus zu ihnen:
Meine Zeit ist noch nicht da,
eure Zeit aber ist stets bereit.
7
Die Welt kann euch nicht
hassen; mich aber haßt sie,
weil ich von ihr zeuge, daß ih-
re Werke böse sind.
8
Gehet ihr hinauf zu diesem
Feste; ich gehe nicht hinauf zu
diesem Feste; denn meine Zeit
ist noch nicht erfüllt.
9
Nachdem er dies zu ihnen
gesagt hatte, blieb er in Gali-
läa.
10
Als aber seine Brüder hi-