Apostelgeschichte
2250 
9
kapitel
1
Saulus aber, noch Drohung
und Mord wider die Jünger des
Herrn schnaubend, ging zu
dem Hohenpriester
2
und erbat sich von ihm Brie-
fe nach Damaskus an die Sy-
nagogen, damit, wenn er et-
liche, die des Weges wären,
fände, sowohl Männer als Wei-
ber, er sie gebunden nach Je-
rusalem führe.
3
Als er aber hinzog, geschah
es, daß er Damaskus nahte.
Und plötzlich umstrahlte ihn
ein Licht aus dem Himmel;
4
und auf die Erde fallend,
hörte er eine Stimme, die zu
ihm sprach: Saul, Saul, was
verfolgst du mich?
5
Er aber sprach: Wer bist du,
Herr? Er aber sprach: Ich bin
Jesus, den du verfolgst.
6
Stehe aber auf und geh in
die Stadt, und es wird dir ge-
sagt werden, was du tun sollst.
7
Die Männer aber, die mit ihm
des Weges zogen, standen
sprachlos, da sie wohl die
Stimme hörten, aber niemand
sahen.
8
Saulus aber richtete sich von
der Erde auf. Als aber seine
Augen aufgetan waren, sah er
niemand. Und sie leiteten ihn
bei der Hand und führten ihn
nach Damaskus.
9
Und er war drei Tage nicht
sehend und aß nicht und trank
nicht.
10
Es war aber ein gewisser
Jünger in Damaskus, mit Na-
men Ananias; und der Herr
sprach zu ihm in einem Ge-
sicht: Ananias! Er aber sprach:
Siehe, hier bin ich, Herr!
11
Der Herr aber sprach zu
ihm: Stehe auf und geh in die
Straße, welche die gerade ge-
nannt wird, und frage im Hau-
se des Judas nach einem, mit
Namen Saulus, von Tarsus,
denn siehe, er betet;
12
und er hat im Gesicht ei-
nen Mann, mit Namen Ananias,
gesehen, der hereinkam und
ihm die Hände auflegte, damit
er wieder sehend werde.
13
Ananias aber antwortete:
Herr, ich habe von vielen von
diesem Manne gehört, wie viel
Böses er deinen Heiligen in Je-
rusalem getan hat.
14
Und hier hat er Gewalt von
den Hohenpriestern, alle zu