Apostelgeschichte
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aber den Obersten und die
Kriegsknechte sahen, hörten sie
auf, den Paulus zu schlagen.
33
Dann näherte sich der
Oberste, ergriff ihn und befahl,
ihn mit zwei Ketten zu binden,
und erkundigte sich, wer er
denn sei und was er getan
habe.
34
Die einen aber riefen die-
ses, die anderen jenes in der
Volksmenge; da er aber wegen
des Tumultes nichts Gewisses
erfahren konnte, befahl er, ihn
in das Lager zu führen.
35
Als er aber an die Stufen
kam, geschah es, daß er we-
gen der Gewalt des Volkes von
den Kriegsknechten getragen
wurde;
36
denn die Menge des Volkes
folgte und schrie:
37
Hinweg mit ihm! Und als
Paulus eben in das Lager hi-
neingebracht werden sollte,
spricht er zu dem Obersten: Ist
es mir erlaubt, dir etwas zu
sagen? Er aber sprach: Vers-
tehst du Griechisch?
38
Du bist also nicht der
Ägypter, der vor diesen Tagen
eine Empörung gemacht und
die viertausend Mann
Meuchelmörder in die Wüste
hinausgeführt hat?
39
Paulus aber sprach: Ich bin
ein jüdischer Mann aus Tarsus,
Bürger einer nicht unberühmten
Stadt in Cilicien; ich bitte dich
aber, erlaube mir, zu dem Vol-
ke zu reden.
40
Als er es aber erlaubt hat-
te, winkte Paulus, auf den Stu-
fen stehend, dem Volke mit
der Hand; nachdem aber eine
große Stille eingetreten war,
redete er sie in hebräischer
Mundart an und sprach:
22
kapitel
1
Brüder und Väter, höret jetzt
meine Verantwortung an euch!
2
Als sie aber hörten, daß er
sie in hebräischer Mundart an-
redete, beobachteten sie desto
mehr Stille.
3
Und er spricht: Ich bin ein
jüdischer Mann, geboren zu
Tarsus in Cilicien; aber aufer-
zogen in dieser Stadt zu den
Füßen Gamaliels, unterwiesen
nach der Strenge des väter-
lichen Gesetzes, war ich, wie
ihr alle heute seid, ein Eiferer
für Gott;