Rut
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gab er mir, denn er sagte: Du
sollst nicht leer zu deiner
Schwiegermutter kommen.
18
Und sie sprach: Bleibe,
meine Tochter, bis du weißt,
wie die Sache ausfällt; denn
der Mann wird nicht ruhen, er
habe denn die Sache heute zu
Ende geführt.
4
kapitel
1
Und Boas ging zum Tore hi-
nauf und setzte sich daselbst.
Und siehe, der Blutsverwandte
ging vorüber, von dem Boas
geredet hatte. Da sprach er:
Komm her, setze dich hierher,
du, der und der. Und er kam
herzu und setzte sich.
2
Und Boas nahm zehn Män-
ner von den Ältesten der Stadt
und sprach: Setzet euch hier-
her; und sie setzten sich.
3
Und er sprach zu dem
Blutsverwandten: Noomi, die
aus dem Gefilde Moabs zu-
rückgekehrt ist, verkauft das
Feldstück, welches unserem
Bruder Elimelech gehörte;
4
so habe ich nun gedacht,
ich wolle es deinem Ohr eröff-
nen und dir sagen: Kaufe es
vor den Einwohnern und vor
den Ältesten meines Volkes.
Wenn du lösen willst, löse, und
wenn du nicht lösen willst, so
tue mir's kund, daß ich es wis-
se; denn da ist niemand außer
dir zum Lösen, und ich komme
nach dir. Und er sprach: Ich
will lösen.
5
Da sprach Boas: An dem
Tage, da du das Feld aus der
Hand Noomis kaufst, hast du
es auch von Ruth, der Moabi-
tin, dem Weibe des Verstorbe-
nen, gekauft, um den Namen
des Verstorbenen auf seinem
Erbteil zu erwecken.
6
Da sprach der Blutsver-
wandte: Ich kann nicht für mich
lösen, daß ich mein Erbteil
nicht verderbe. Löse du für
dich, was ich lösen sollte, denn
ich kann nicht lösen.
7
Dies aber geschah vordem in
Israel bei einer Lösung und bei
einem Tausche, um jede Sache
zu bestätigen: Der eine zog
seinen Schuh aus und gab ihn
dem anderen; und das war die
Art der Bezeugung in Israel.
8
Und der Blutsverwandte
sprach zu Boas: Kaufe für dich!
Und er zog seinen Schuh aus.