1
Samuel
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38
Und Jonathan rief dem
Knaben nach: Schnell, eile,
stehe nicht still! Und der Kna-
be Jonathans las den Pfeil auf
und kam zu seinem Herrn.
39
Der Knabe aber wußte um
nichts; nur Jonathan und David
wußten um die Sache.
40
Und Jonathan gab seine
Waffen seinem Knaben und
sprach zu ihm: Gehe, bringe
sie in die Stadt.
41
Der Knabe ging, und David
machte sich auf von der Süd-
seite her und fiel auf sein Ant-
litz zur Erde und beugte sich
dreimal nieder; und sie küßten
einander und weinten mi-
teinander, bis David über die
Maßen weinte.
42
Und Jonathan sprach zu
David: Gehe hin in Frieden! Es
sei, wie wir beide im Namen
Jehovas geschworen haben, als
wir sagten: Jehova sei zwi-
schen mir und dir und zwi-
schen meinem Samen und dei-
nem Samen auf ewig! Und Da-
vid machte sich auf und ging
hinweg; Jonathan aber kam in
die Stadt.
21
kapitel
1
Und David kam nach Nob,
zu Ahimelech, dem Priester.
Und Ahimelech kam David
ängstlich entgegen und sprach
zu ihm: Warum bist du allein,
und niemand ist bei dir?
2
Und David sprach zu dem
Priester Ahimelech: Der König
hat mir eine Sache geboten;
und er sprach zu mir: Niemand
soll irgendwie um die Sache
wissen, in der ich dich sende
und die ich dir geboten habe!
Und die Knaben habe ich an
den und den Ort beschieden.
3
Und nun, was ist unter dei-
ner Hand? Gib fünf Brote in
meine Hand, oder was sich
vorfindet.
4
Und der Priester antwortete
David und sprach: Es ist kein
gemeines Brot unter meiner
Hand, sondern nur heiliges
Brot ist da; wenn sich nur die
Knaben der Weiber enthalten
haben!
5
Und David antwortete dem
Priester und sprach zu ihm: Ja,
denn Weiber sind uns versagt
seit gestern und vorgestern, als
ich auszog, und die Gefäße der